Christian Köhl (1755-†1807) – Wachtmeister von Chur

Christian Köhl, Sohn des Oberzunftmeister Bernhard von Köhl (1693-†1762) und Bruder von Kommandant Sebastian von Köhl (1734-†1781), verlor seinen Vater als er 7 Jahre alt war. 1784 heiratete er die hochschwangere Elisabeth Morell von Malix. Kurze Zeit später wurde der einzige Sohn des Paares, Bernhard Köhl (1784-1823), geboren.

Christian bewarb sich nach seiner Rückkehr aus dem Veltlin (Sémonville Affäre) am 30. Juli 1793 um das Amt des Bürgermeisters von Chur. Er veröffentlichte zudem im Oktober 1793 eine siebenseitige Denkschrift an alle freien Bündner.[60] Seine Bewerbung schien aber nicht erfolgreich gewesen zu sein. Auch 1805 lief ein Verfahren gegen den Hauptmann Christian Köhl wegen eines Diebstahls. Seine Verwandten mussten die Gerichtskosten übernehmen, er schien also nicht über genügen Mittel verfügt zu haben.

Christian heiratete 1802 nochmals, im Alter von 47 Jahren, die Witwe Maria Plattner (1761-†1810). Maria war in erster Ehe mit Gerbermeister Köhl Anthony (1744-†1800), einem Verwandten von Christian, verheiratet gewesen. Mit 52 Jahren starb Christian nach einem bewegten Leben. Die komplizierten Verwandschaftsverhältnisse führen 1818, nach dem Tod der beiden, zu rechtlich Streitigkeiten zwischen deren Kindern, Bernhard Köhl (Metzger, Christians Sohn aus erster Ehe) und Peter Köhl (Metzgermeister, 1794-†1825, Marias Sohn aus erster Ehe)

Ehefrau: Elisabeth Morell, Maria Plattner
Kinder: 1
Beruf: Wachtmeister
Zunft: Unbekannt

Quellen:

60: Denkschrift an alle freien Bürger von Chur, Christian Köhl, 1793, StAC D V/3.059.022

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Denkschrift des Christian Köhl zur Semonville Verhaftung vom 25. Juli 1793 (StAGR D V/37 C 23.4.01)