Sebastian Köhl war der älteste Sohn des Oberzunftmeister Bernhard von Köhl (1693-†1762) und wurde am 15. Dezember 1734 in der Kirche St. Martin getauft. Er stand als Grenadier-Oberleutenant in Diensten der Republik Genua und war später Kommandant eines Freikorps von 600 Mann, zeichnete sich in dem Kriegszug gegen die korsikanischen Rebellen rühmlich aus. Er heiratete 1762 Anna Katharina Lorez, welche ihm ihm 4 Kinder schenkte.[3]. Sebastian trug mit stolz wie auch schon sein Vater den Adelstitel von Köhl.
Sebastian trat 1755 Rebleutezunft bei. 1771 war er als Reiswagmeister bei der Stadt Chur angestellt und in dieser Funktion kamm es in diesem Jahr auch zu einem heftigen Streit zwischen ihm und Zunftmeister Johann Baptista Bawier. Der Streit wurde dann vor Stadtrichter Anton von Salis verhandelt[57]. Von 1775-1777 war er dann Pfleger der Pflegschaft St. Martin.
Kinder von Sebastian Köhl mit Anna Katharina Lorez:
Sebastian erlitt am Silvester 1780, kurz nach seinem 46. Geburtstag, eine Blutstärzung (Innere Blutung) und starb zwei Tage danach an deren Folgen. Am 4. Januar wurde er von seinem Vetter, Pfarrer Bernhard Terz, in St. Martin beigesetzt. Er hinterliess drei minderjährige Kinder. Anna Elisabeth Loretz heiratete nach dem Tod ihres Gatten 1787 den Podestà Johannes Wassali (1740–1810). Dieser wird 1796 in einer Vaterschaftsklage gegen Bernhard Köhl als Stiefvater von Johann Jakob und Bernhard angegeben und einvernommen. Johannes Wassali stammte aus dem Bergell, war nach Chur gezogen und kurz zuvor mit seinen vier Söhnen in Chur eingebürgert und Mitglied der Rebleutezunft geworden. Er sollte 20 Jahre später auch noch Salome Köhl, Tochter von Oberzunftmeister Bernhard von Köhl heiraten.
Ehefrau: Anna Katharina Lorez
Kinder: 4
Beruf: Kommandant, Reiswaagmeister
Zunft: Rebleutezunft
Quellen:
57: Streit zwischen Zunftmeister Johann Baptista Bawier, Stadtgericht, 1771, StAGR CB II 1360 e 08
58: Verhandlung vor Siebnergericht betr. Klage gegen Bernhard Köhl, Stadtgericht, 1976, StadtAC, A II/2.0914