Stammtafel SAL Allemann Splügen

Stammtafel der Fam. Allemann von Splügen

Stammtafel SAL

Leonhard Allemann, geboren am 8.5.1861 im Rongellen und Bürger von Splügen, kam um 1899 nach Chur und und arbeitete als Regierungskanzlist, später als Standessekretär, vermutlich im Staatsarchiv, in der Staatskanzlei oder einem der Departemente. Er heiratete 1903 die aus Malix stammende Köchin Emerita Walser. Die Familie wohnte an der Süsswinkelgasse 20 am Unteren Spaniöl. Kurz nach der Geburt der dritten Tochter scheint Emerita an einer Depression gelitten zu haben, stürzte sich mit den Neugeborenen in den Rhein und ertrank zusammen mit ihrem Kind. Der Vater blieb mit den beiden kleinen Töchtern zurück.

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Anna Köhl-Allemann verw. Rungger und Tochter Maria Elisabeth Rungger, Aufnahme um 1915

Vermutlich hatte die Witwe Anna Köhl-Rungger die Familie Allemann schon vor dem Tod der Mutter gekannt und diese unterstützt. 1909, im Todesjahr seiner Ehefrau, wohnte die Familie Allemann an der Cadonaustrasse nahe des Waldhauses, im gleichen Haus wie die Familie Köhl-Stemmer. Anna Köhl heiratete Ende 1911 Leonhard Allemann und die Familie mit ihren drei Töchtern zog bald an die Lürlibadstrasse 30, nahe dem Haus der Familie Killias-Köhl. 1912 zog die Familie Allemann-Köhl zusammen mit der Familie Köhl-Stemmer nach Araschgen. Vermutlich wohnten beide Familien im Riedwiesli. Die Kinder dürften dort auch zur Schule gegangen sein und Maria Elisabeth Rungger, Anna Köhl Tochter aus erster Ehe, begann in der Hotelfachschule in Passugg ihre Ausbildung. 1916 starb Anna Köhl-Allemann an Lungenkrebs. Sie war bereits ein Jahr zuvor nach Chur zu ihrer Schwester Maria Köhl-Killias gezogen und war dort ihrer Krankheit erlegen. Kurz danach starb auch Anna’s Bruder Christian in Araschgen. Die Familie Allenmann zog zu diesem Zeitpunkt wieder nach Chur in das Haus der Familie Killias-Köhl. Maria Elisabeth Rungger blieb in Araschen im Riedwiesli. 1922 zog Leonhard Allemann mit seinen beiden Töchtern nach Felsberg, wo die Familie Allemann bis 1928 auch wohnte. Leonhard war inzwischen pensioniert worden und kehrte 1928 mit seinen beiden Töchtern nach Chur zurück. Leonhard starb 1930 69 Jahre alt in Chur. Seine Tochter Maria arbeitete als Dienstmädchen und wohnte bei ihrer Stiefschwester Maria Elisabeth Rungger-Michel. 1924 verliess sie Chur und zog nach Muri im Aargau. Anne arbeitete als Dienstbotin, in St. Moritz, Arosa, Splügen und Basel. Sie verliess Chur 1935 und zog nach Malix, der Heimat ihrer Mutter. Ob die beiden Schwestern heirateten und Familie hatten ist nicht bekannt.

Stammtafel der Fam. Allemann von Splügen

Quellen:

  • Adressbücher der Stadt Chur
  • Zivilstandsregister, StAGR, CB VI 202/29-36
  • Einwohnerregister, StadtAC, BB III_01.008.046-049
  • StadtAC, BB III/01.008.049, Einwohnerregister, Nr. 16
  • StadtAC, N 252: Köhl, Markus: Stammtafeln Churer Bürgerfamilien.


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