Stammtafel SSA von Salis Chur

Stammtafel der Fam. von Salis von Chur

Stammtafel SSA

Die Verbindung von Johann Antoni Terz mit der Familie von Salis könnte durch die Heirat von Catharina Beeli von Belfort mit Andreas von Salis gewesen sein. Catharina Beeli von Belfort war vermutlich mit Johann Antonis 2ter Frau, Madlena Beeli verwandt.

Eher scheint es aber dass die von Salis schon früh mit der Familie Köhl verbunden waren. Die Verbindung dürfte durch Stadtrichter Andreas Probus von Salis-Rietberg (1613–†1700) entstanden sein, welcher zusammen mit Bürgermeister Bernhard von Köhl und Martin von Cleric im Stadtrat tätig war. Andreas wird 1651 als Taufzeuge von Bernhards Tochter Sibilla aufgeführt. Deren Sohn Andreas heiratete dann eine Tochter des Bürgermeister Martin von Cleric

Linie Salis-Rietberg

  • Andreas Probus von Salis-Rietberg *1613–1700 Stadtrichter
    • Niklaus von Salis-Rietberg *1637–1724 Dr. jur., Oberstzunftmeister
      • Andreas von Salis-Rietberg *1671–1756 Bürgermeister
      • ∞1714 Katharina Beeli von Belfort *1694–1767
      • Nikolaus von Sali-Rietbergs *1714–1784 Bundspräsident und Stadtvogt
    • Andreas von Salis-Rietberg *1642–1708 Hauptmann
      • ∞1681 Katharina Barbara Cleric *1657–>1700
    • Maria Magdalena von Sali-Rietbergs *1685–1764
      • ∞ Rudolf von Salis-Soglio *1652–1735 Landshauptmann

Stadtrichter und Stadtvogt Andreas Probus von Salis-Rietberg wirkte unter Bürgermeister Bernhard von Köhl und dürfte ein wichtiger Verbündeter von ihm gewesen sind. Sein Sohn Andreas von Salis war 1688 Taufzeuge von Johann Antoni Terz. Die Familie des Andreas von Salis (1642–1708) und der Katharina Barbara Cleric wird oft als Base/Vetter bezeichnet. Katharina Barbara Cleric war die Tochter von Bürgermeister Martin von Cleric, einem Weggefährten von Bernhard von Köhl. Sibilla Köhl hatte dessen Bruder, Bernhard Cleric geheiratet. Auch war Säckelmeister Antoni Terz (1636–>1702, Bruder von Johann Antonis Vater David) Taufzeuge von Maria Magdalena von Salis (1685–1764) gewesen. Diese war 1734 Taufzeugin von Sebastian Köhl, Oberzunftmeister Bernhard Köhlens Sohn.

Niklaus von Salis (1637–1724) war ebenfalls bestens in Chur verankert. Sein Sohn Andreas wie auch sein Enkel Nikolaus erreichten höchste Churer Stadtämter. Die Rietberger Linie starb dann aber mit Johann Baptista von Salis (1741–1816) aus.

Linie Neues Gebäude, Rudolf von Salis-Soglio, eingebürgert 27.12.1727

  • Rudolf von Salis-Soglio *1652–26.8.1735 Landshauptmann
    • ∞ Maria Magdalena von Salis *1685–1764
    • Andreas von Salis *1714–1771 Bundspräsident und Ratsherr
      • ∞4.7.1745 Judith von Buol *1723–1805

Eine Tochter von Andreas von Salis, Maria Magdalena von Salis (1685–1764), heiratete Landshauptmann Rudolf von Salis-Soglio (1652–1735). Dieser lies sich 27.12.1727 einbürgern und wurde Mitglied der Schneiderzunft. 1729 wurde er bereits zum Ratsherr gewählt. Rudolf von Salis scheint Terz besonders nahe gestanden zu haben. 1728 wohnte er mit seinem Sohn Hieronymus in der Nähe von Hauptmann Christian Mattli (Haus zur Pfisterei), vermutlich im Weissen Ochsen, wo er einen Anteil besass. 1735 wohnte er an der Oberen Gasse, gleich neben Joseph Köhl und Johann Antoni Terz. Sein Sohn Andreas von Salis (1714–1771) war Taufzeuge von einem Sohn des Oberzunftmeister Bernhard Köhl. Er erbaute das Neue Gebäude in Chur 1751–1752. Ab dann wohnte die Familie Salis dort.

Im Steuerodel von 1735 werden gleich unterhalb von Bernhard Köhl erwähnt:

Kinder von Andreas von Salis (1642–1708): Catharina Barbara von Salis *1.2.1691, Martin von Salis *29.3.1696–†14.2.1756, Anna von Salis *1684–†

Rudolf von Salis-Soglio *1652–†26.8.1735 und Sohn Andreas von Salis *19.9.1714–†13.5.1771

Es bestand hier also ein verwandschaftliches Verhältnis zu Terz-Köhl. Weitere Familienmitglieder der von Salis werden als Taufzeugen der Terzens und der Köhl aufgeführt. Zusätzlich durch die Nachbarschaft der von Salis mit den Familien Köhl und Terz dürften diese eng miteinander verbunden gewesen sein.

Linie Reichsgraf Salis-Soglio, eingebürgert 27.12.1727

  • Peter von Salis-Soglio *1675–749 Envoyé
    • ∞1703 Margreth von Salis-Soglio *1678–1747
    • Margreth von Salis-Soglio *1704–4.5.1765
      • ∞1728 Anton von Salis-Soglio *1702–1765
    • Hieronymus von Salis *1709–1794 Envojé

Eine weitere wichtige Linie war jene des Envoyé Peter von Salis. Diese hatte sich, seinen Sohn Hieronymus und seinen Schwiegersohn Anton, sowie den Landshauptmann Rudolf, welcher mit der Rietberger Linie verbunden war, in Chur mit viel Geld eingekauft. 1729 waren die von Salis im Rat und in den Zünften bereits vertreten. Andreas von Salis (1671–1756) und sein Neffe Martin (1696–†1756) aus der Rietberger Linie waren Ratsherren für Rebleuten und Schneideren, der eben eingebürgerte Rudolf von Salis Zunftmeister zu Schneideren. Bereits 2 Jahre später war Bürgermeister Tscharner entlassen worden und Rudolf an seiner Stelle Ratsherr geworden, und Bernhard Köhl zum Oberzunftmeister aufgestiegen.

Tscharner war eigentlich mit den von Salis, Köhl und Terz eng verbunden. Eine seiner Töchter hatte Martin von Salis geheiratet, auch war er 1714 Taufzeuge von David Terz gewesen. Doch er scheint sich hier auf die falsche Seite gestellt zu haben.

Rudolf von Salis, wie oben erwähnt, war mit der Familie Köhl/Terz verbunden. Zu einer weiteren Rochade kam es in der Schneiderzunft. Dort wurde Ruinell Bavier als Oberzunftmeister abgesetzt und Dr. med. Antoni Cleric, ein Sohn von Sibilla Köhl, zum Oberzunftmeister gewählt. Ein weiterer Abkömmling der Köhl, Jeremias Laurer, wurde kurz darauf Zunftmeister der Rebleuten und stieg auch dort zum Oberzunftmeister auf.

Auch die Familie Massner schien zum Kreis der Verbündeten zu gehören. So wurde Daniel Massner (1697–1749), seine Schwester war mit einer Schwägerin von Johann Antoni Terz verheiratet) 1729 Oberzunftmeister von Schneidern und stieg dann bis zum Bundspräsidenten auf. Sein Sohn sollte dann eine von Salis heiraten.

Maximilian von Planta gehörte wurde ebenfalls 1729 zum Oberzunftmeister von Schmieden gewählt. Sein Bruder Hartmann hatte um 1728 Margreth von Salis geheiratet. Ein weiterer Bruder, Peter von Planta, sollte dann 1736 ebenfalls eine Ursina Hortensia von Salis-Haldenstein.

Die beiden Cousins Gabriel und Florian Friess waren Stadtvögte zu Chur. Gabriel war 1716 noch Taufzeugin von Terzens Tochter Verenica gewesen, wobei er 1729 durch das Strafgericht abgesetzt wurde, und letzterer 1731 zum Stadtvogt aufstieg. Mit Gabriel starb das Geschlecht der Friess in Chur aus. Terz erwähnt nur die Absetzung des Gabriel Friess, aber nicht dessen Todesfall. Florian, welcher mit einer von Salis vermählt war, scheint den von Salis näher gewesen zu sein.

Martin von Salis wurde dann 1733 Bundspräsident und mit Andreas 1743 erstmals ein von Salis Amtsbürgermeister von Chur.

Linie Salis-Schauenstein

Durch die Heirat von Maria Magdalena von Salis (1718–1769) mit Baron Thomas von Salis (1712–1783) entstand eine weitere Verbindung mit einer Linie der von Salis. Maria Magdalena war die Tochter von Landshauptmann Rudolf von Salis-Soglio, einem wichtigen Verbündeten der Terzens. Die Verbundenheit zeigte sich auch darin, dass Baron Thomas von Salis Taufzeuge von Pfarrer Bernhard Terz war.

 

Stammtafel der Fam. von Salis von Chur

Quellen:
Kirchbücher von Chur StAGR
Geschichte des Churer Stadtrates 1422-1922, Valèr Michael, 1922, RL39
Alt und neuer Regiments- und Schreibkalender der loblichen Stadt Chur, Pfeffer, Andreas; Pfeffer, Johannes, 1715-1790
Stammbäume adeliger Bündtnerischer Geschlechter, StAGR D V/37 C 30.67
Haus- und Familienbuch Terz, StadtAC, N 159.020
Stammtafeln alter Churer Familien, Familienarchiv Köhl N261


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