Stammtafel SWAD, Fortsetzung von SKO
Familienlinie der Anna von Wald (1728–1794), Mutter des Churer Schuhmachers Simeon Köhl (1760–1845). Die von Wald stammten aus Molinis im Schanfigg. Jan von Wald heiratete 1723 in Chur die aus Schiers stammende Katharina Dysch. Die Familie waren Beisässen, wohnte in Chur und besass bereits 1733 nahe des Storchenbrunnen einen Hausteil. Sie schenen Wohlhabend gewesen zu sein und gehörten vermutlich der katholischen Religion an, weswegen sie kein anrecht auf das Churer Bürgerrecht hatten. 1742 kaufte sich Jan einen weiteren Teil am Haus beim Storchenbrunnen hinzu, wobei es nicht klar ist um welches Haus es sich hier gehandelt hat. Auch gibt es keinen Hinweis auf einen Verkauf dieses Anteil. Anna und ihr Bruder Paulus arbeiteten als Angestellte von Churer Bürgerfamilien. 1760 lebten noch drei der Kinder von Jan Wald: Paulus, welcher bei Hrn. Buol angestellt war, Anna und eine weitere Tochter, welche in Haldenstein arbeitete.
Nach dem Tod von Bernhard Köhl dürfte Anna von Wald und ihr gemeinsames Kind, Simeon Köhl, wohl bei den Eltern im Haus am Storchenbrunnen gewohnt haben. Sie dürfte weiter als Magd gearbeitet haben und später ihre greisen Eltern gepflegt haben. Nach dem Tod der Eltern lebte sie allenfalls weiter im Haus am Storchenbrunnen.
Bernhard Terz erwähnt 1771 die Trauung von Paulus von Wald und Agatha Gartmann, welche er in Masans vollzogen hatte. Paulus Wald hatte sich 1766 eine Wohnung an der Kupfergasse gekauft und erbte von seinem Vater auch mehrere Grundstücke. Diese musste er aber über die nächsten Jahre verkaufen. Mit 66 Jahren scheint er nochmals geheiratet zu haben und wurde Vater einer Tochter. 1801 starb Paulus Wald. Nach seinem Tod wurden mehrere Forderungen angemeldet. Es wurden bei einem Kauf mindestens zwei Waisen erwähnt. Dabei dürfte es sich um Katharina und Anna Katharina Wald handeln. Ihr Vogt erwarb für sie an der Kupfergasse einen Hausteil. Dieser dürfte wohl noch aus einer Erbengemeinschaft gekommen sein. Ein anderer Teil dieses Hauses wurde zuvor (Paulus Walden Witwe) verkauft. Seine beiden Töchter Katharina und Anna Katherina sollten wenige Monate danach ebenfalls sterben.
Es könnte gut sein, dass die Wohnung an der Kupfergasse Teil einer Erbengemeinschaft gewesen war. Oder Paulus hatte Simeon Köhl in seinem/ihrem Testament berücksichtigt. Der Witwe Barbara Merky blieb eine halbe Wohnung an der Kupfergasse. Vermutlich wurde der restliche Teil am 19.7.1801 verkauft und mit dem Erlös der Sohn von Anna von Wald, Simeon Köhl, ausbezahlt. Dieser kaufte wenige Monate danach eine Wiese und einen Hausteil am Mühlegässchen, unweit des Storchenbrunnen. Paulus Wald (vermutlich seine Witwe) wird 1805 im Steuerbuch von Chur noch aufgeführt und ist weiter im Besitz eines Hausteils an der Kupfergasse. Danach verliert sich ihre Spur.
Stammtafel der Fam. Wald von Chur-Arosa
Quellen: