Das Metzgertürli und sein Wächter

Zweifellos fühlten sich die mittelalterlichen Bürger geborgen hinter ihren Stadtmauern, selbst wenn diese nicht massive Festungswerke darstellten. Als Verstärkungen im Mauerring sowie für Wachtdienste dienten die eingefügten Türme.

Als Türme können für die damalige Zeit angenommen werden: der Obertorturm, der Pulverturm (Malteserturm), der Keichenturm, (Gefängnisturm mit dem Totentor), der hohe Turm (Schelmenturm oder Hanikelturm am Postplatz; hier führte im Mittelalter kein Tor durch, sondern nur eine kleine Gasse dem Mühlbach entlang), der runde Schmiedeturm östlich vom Untertor, der schlanke Hegisturm westlich des Sennhofes, der Sennhofturm, der Turm ob dem Schanfiggertürli.

Drei kleine Ausgänge waren nur für den Durchgang für Mensch und Vieh bestimmt, nicht aber für den transitierenden Verkehr: das Maladerser- oder St. Luzitürli (auch Schanfiggertürli genannt), das Areas- oder Metzgertürli und das Totentürli. Eigentliche Stadttore gab es nur zwei: das Unter- und das Obertor. Es führte denn auch nur eine Brücke über die Plessur, nämlich die Obertorbrücke[16].

Peter Köhl (1595-†1674) - Torwärter beim Metzgtürli

F 16.0282_Knillenburger Prospekt 1640.jpg

Knillenburger Prospekt 1640 (StAC F 10.012.039)


Quellen:

16: Churer Stadtgeschichte, Ursula Jecklin, 1993, StAC