Das Haus zu den drei Spielleuten ist bereits auf dem Knillenburg Prospekt von 1640 gut zu erkennen. Die Familie Loretz war bereits vor 1726 im Besitz des Hauses am Casinoplatz 1. Der wohlhabende Oberzunftmeister Jeremias Loretz (1716–1789) erbte um 1752 das Haus von seinem Vater, Andreas Loretz (1686–1752). Nach seinem Tod 1789 ging die Liegenschaft an mehrere seiner Erben. Dies waren seine Tochter Anna Elisabeth Loretz (1746–1803) sowie seine Enkelinnen Margreth Loretz und Elisabeth Loretz.
Von 1796 bis 1797 kaufte Johann Jakob Köhl seinem Stiefvater Johannes Wassali sowie den anderen beiden Erben deren Anteil am Haus am Casinoplatz 1 ab. Sein Sohn Sebastian liess 1852 an der Fassade des Hauses gut sichtbar das Familienwappen der «Köhl von Rogister» anbringen. Diese aus Stein gehauene Wappentafel ist auch heute dort noch angebracht.
Die Liegenschaft war über die kommenden Jahrhunderte im Besitz von verschiedensten Mitglieder der Familie Köhl bewohnt[34]:
1938, nach dem Tod der Witwe Hulda Leuch, ging die Liegenschaft an eine Erbengemeinschaft über. Diese verkauften das Haus Anfangs August 1942 an Robert Rüegg, welcher im Geschäftshaus an der Oberen Gasse 255 bereits seit einigen Jahren die Installationsfirma Rüegg & Conzett führte. Robert Rüegg renovierte die Liegenschaft und verlegte seinen Firmensitz an die Casinostrasse 1. Das Haus wird heute als das «Haus Köhl» bezeichnet, wurde letztmals 2016 umfassend renoviert und ist weiterhin im Besitz der Familie Rüegg.
Quellen:
34: Chur 1893, Ulf Wendler, 2010, Stadtarchiv Chur