Gili Köhl (~1556-~1620) - Weissgerber

Gili Köhl übte wie sein Vater Julius (Gili) den Beruf des Weissgerbers aus, auch Ircher genannt, was sich vom Handwerk der Weissgerberei, einer spezialisierten Form der Gerberei, ableitet. Solche Gerberei wurden schon zu dieser Zeit entlang der Mühlbäche von Chur betrieben, vor allem im Gebiet des Sands, ausserhalb der Stadtmauern. Er scheint als Weissgerber, vermutlich mit eigener Gerberei, recht erfolgreich gewesen zu sein. Er hinterliess seinen Nachkommen ein Haus mit Grundstück im Sand.

Kinder des Gili Köhl:

  1. Köhl Gili (1576-1665), 3 Kinder
  2. Köhl Agatha (1579-†)
  3. Köhl Joos (1580-†)
  4. Köhl Andreas (1590-†~1591), starb kurz nach der Geburt
  5. Köhl Andreas (1592-†)
  6. Köhl Christian (1595-†)

1620 der Vertrag der Erben des Gili Köhlen

Gili Köhl (~1556-†1620) übte wie sein Vater den Beruf des Weisgerbers aus. Nach seinem Tod verkauften seine Erben am 23.4.1620 dem Meister Valentin Davaser und dessen Frau Christina Land samt Umschwung und dem dazugehörenden Haus auf dem Sand. Das Gut war der Stadt und dem Spital zinspflichtig (ohne dass ein Betrag genannt wird). Anstösser sind zu dieser Zeit u. a. die städtische "Palliermüli" sowie ein Weinberg des Stadtpräsidenten. Das 2200m2 grosse Grundstück befand sich zwischen der Plessur und der Strasse nach Maladers.

Dieser gut erhaltene Verkaufsvertrag ist 400 Jahre alt und ein erstes Zeugnis des Aufstiegs der Köhl. Gili pachtete zu Lebzeiten dieses Land von der Stadt Chur. Die Erben dürften seine Söhne Gili, Andreas und Christian gewesen sein, da zu dieser Zeit Besitztümer meistens an den Mannesstamm vererbt wurden. Sie konnten Haus und Grundstück für 1000 Churer Gulden verkaufen.[10]

Ehefrau: unbekannt
Kinder: 6
Beruf: Weissgerber

Ahnenlinie

  1. Julius de Rogister
  2. Gili Köl

1620-Vertrag-Gili-Köhlen-small.jpg

Bild des original Dokuments (StAC, A I/1.62.03)


Quellen:

10: Kaufvertrag der Erben des Gili Köhlen vom 23.04.1620, Erben Gili Kölen, 1620, StAC A I/1.62.03