Bernhart Köhl (1661-†~1727) – der Pfarrer

Sohn des Bernhard von Köhl (1624-†1700) – Bürgermeister und Bundespräsident. Bernhart Köhl studierte Theologie V.D.M. (Verbi Divini Minister) und wurde 1683 in Küblis in die evangelisch-rätische Synode aufgenommen. Er heiratete um 1690 Anna Dorothea Gaudenz, Tochter des Decans Christian Gaudenz. Mit ihr zeugte er 2 Kinder.

Kinder von Bernhart Köhl mit Anna Dorothea Gaudenz:

  1. Bernhard von Köhl (1693-†1762) – Hauptmann & Oberzunftmeister
  2. Köhl Lydia Maria (1695-†), welche in erster Ehe mit dem Johann Ulrich Bavier (1669-†1749)[39], Pfarrer und Antistes an der Churer St. Martinskirche sowie Dekan des Gotteshausbundes, und in zweiter Ehe mit dem Churer N. N. Reidt vermählt war.[3]

Von 1684-1687 und 1691-1705 war er Pfarrer in Haldenstein. Nach seinem Weggang ersuchte er viele Jahre den Gemeindevogt Peter Walser um Bezahlung des noch ausstehenden Gehalts von 200 Gulden[40]. Ab 1706 war er dann, vermutlich bis zu seinem Tode, Pfarrer in der reformierten Kirche von Untervaz. Bernhart wurde in Untervaz beerdigt. Eine der Grabplatten gleich beim Eingang zum Grabfeld soll ihm gewidmet sein.

Zu erwähnen ist hier noch ein Fundstück, welches auch heute noch zu bestaunen ist. Anna Marie Köhl, Bernharts Schwester, stiftete 1721 einen Taufstein für die Kirche Untervaz. Seine Schwester Katharina spendete zudem einen silbernen Nachtmahlbecher.

Bernhart hatte zwar nur 1 Sohn, doch dieser sollte wieder nach Chur zurückkehren und eine neue Generation von Amtsträgern hervorbringen.

Ehefrau: Anna Dorothea Gaudenz
Kinder: 2
Beruf: Pfarrer
Zunft: Schuhmacherzunft

1721-Taufstein Anna Maria Köhl.jpg
Grabplatten Untervaz-2022.jpg

Quellen:

3: Sammlung Rätischer Geschlechter, Sprecher von Bernegg, Anton Hercules, 1847

39: Johannes Ulrich Bavier, Wikipedia, 2018

40: Geschichte der Freiherrschaft und Gemeinde Haldenstein, Georg Lütscher, 1995